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Bewusster Konsum: Wie die Konsumgüterindustrie die Nachfrage nach nachhaltigen Produkten erfüllt?

Bewusster Konsum ist das neue Regelwerk des Einzelhandels.

Veröffentlichungsdatum : 26 September 2025

Verfasst von : Dhruv Bhatia

Die Konsumgüterindustrie vermarktet nicht mehr nur Produkte, sondern verkauft eine bessere Zukunft! Angesichts der internationalen Kritik an ethischen Arbeitsbedingungen, Plastikverschmutzung und Klimaschutzpraktiken ergreifen Marken große Maßnahmen. Von klimaneutralen Lieferketten bis hin zu abfallfreien Verpackungen – die Branche wandelt sich rasant vom Umweltverschmutzer zum Vorreiter der Nachhaltigkeit. In diesem Blogbeitrag beleuchten wir genauer, wie Marken umweltfreundliche Standards etablieren, innovative Verpackungslösungen entwickeln und mithilfe von Technologie Transparenz schaffen, um das Vertrauen der Verbraucher zu gewinnen.

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Wie Konsumgütergiganten die Nachhaltigkeitsstrategie neu schreiben?

Nachhaltigkeit in Unternehmen war vor zehn Jahren mehr als nur ein PR-Gag, heute bietet sie ein geschätztes Marktpotenzial von 32 Milliarden US-Dollar, und die Branchenriesen wetteifern darum, ihre Positionen zu behaupten. Die „Clean Future“-Initiative von Unilever ist beispielsweise mehr als nur ein Lippenbekenntnis: Das Unternehmen hat sich verpflichtet, bis Ende 2030 1,5 Milliarden Euro in den Abbau fossiler Brennstoffe in seinen Produkten zu investieren. Bereits jetzt sind 45 % der Produkte vollständig biologisch abbaubar. Auch Patagonia, das als Vorreiter im Einzelhandel gilt, hat Aktivismus in Profitabilität umgewandelt und spendet über 95 % der Einnahmen vom Black Friday – jährlich über 12 Millionen US-Dollar – für Umweltprojekte.

Betrachtet man beispielsweise Beyond Meat, so haben deren pflanzliche Burger die Treibhausgasemissionen im Vergleich zu Rindfleisch um fast 90,5 % reduziert. Der Markt für alternative Proteine ​​soll bis 2030 um 165 Milliarden US-Dollar wachsen. Hier stellt sich die Frage nach der Tragweite dieses tiefgreifenden Wandels! Denn Großkonzerne wie diese stehen kurz vor einem grundlegenden Wandel. Nestlé beispielsweise hat kürzlich 3,7 Milliarden US-Dollar speziell für regenerative Landwirtschaft zugesagt. Walmarts Projekt Gigaton hat unterdessen 1,2 Milliarden Tonnen Emissionen entlang der Lieferkette eingespart. Die Botschaft ist klar: Nachhaltigkeit ist keine Option mehr, sondern der Schlüssel zu Marktführerschaft, Investorenvertrauen und vor allem Verbrauchervertrauen.

Marken setzen sich mit der Verpackungsrevolution gegen Plastikmüll ein

Weltweit besteht derzeit die Herausforderung, Ressourcen zurückzugewinnen und gleichzeitig ein geeignetes Management für die Kunststoffabfallentsorgung zu entwickeln. Wie im NLM-Bericht vom Januar 2023 dargelegt, wird die Rückgewinnung nicht abbaubarer Kunststoffabfälle hauptsächlich durch Verbrennung erreicht, da deren Heizwert mit dem fossiler Brennstoffe wie Kerosin und Benzin vergleichbar ist. Bei diesem Verfahren entstehen Kohlendioxid und Wasser. Die benötigte Ausrüstung umfasst Steuerungssysteme, einen Zyklonabscheider und eine Brennkammer. Prognosen zufolge können durch Verbrennung bis Ende 2050 fast 50 % der Kunststoffabfälle behandelt werden.

Laut einem 2023 vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) veröffentlichten Bericht produziert die Welt schätzungsweise 450 Millionen Tonnen Plastikmüll pro Jahr. Die Konsumgüterindustrie setzt dem jedoch mit Innovationen entgegen, die bewusst futuristisch anmuten und bereits im Handel erhältlich sind. Nehmen wir zum Beispiel die „Naked Packaging“-Kampagne von Lush: Die festen Kosmetikprodukte und Shampoo-Bars des Unternehmens reduzieren den Verbrauch von Plastikflaschen um 6,5 Millionen pro Jahr und beweisen damit, dass Zero Waste nicht gleichbedeutend mit fehlender Rentabilität ist. Auch Coca-Cola verfolgt mit seinem Prototyp einer Papierflasche, der in Zusammenarbeit mit Paboco entwickelt wurde, das Ziel, bis Ende 2030 alle Plastikverpackungen zu ersetzen. Tests haben die vollständige Recyclingfähigkeit der Verpackung nachgewiesen.

Darüber hinaus hat das Startup-Unternehmen Notpla essbare Wasserkapseln aus Algen entwickelt, die sich innerhalb weniger Wochen biologisch abbauen. Die Ooho-Kapseln des Unternehmens, die üblicherweise beim London-Marathon eingesetzt werden, haben bereits über 1,7 Millionen Plastikflaschen ersetzt – unterstützt durch den 1,3 Milliarden Euro schweren Kreislaufwirtschaftsplan der EU. Laut einem Bericht von NielsenIQ aus dem Jahr 2023 legen mittlerweile rund 61,5 % der Verbraucher Wert auf Nachhaltigkeit beim Einkaufen. Daher wird erwartet, dass der Markt für Öko-Verpackungen bis Ende 2030 auf 445 Milliarden US-Dollar anwachsen wird. Auch Regierungen engagieren sich: Das kalifornische Gesetz SB 54 sieht eine Reduzierung des Plastikverbrauchs um 67 % bis 2032 vor.

Das Urteil lautet daher, dass Marken, die an Plastik festhalten, nur noch auf Zeit existieren. Wie Tom Szaky, CEO von TerraCycle, betont hat: „ Die Zukunft ist nicht recycelbar – sie ist unverpackt !“

Blockchain & KI: Die Tech-Revolution – Greenwashing wird entlarvt

Die Nachhaltigkeitsbewegung birgt ein dunkles Geheimnis: Schätzungsweise 42,5 % der Umweltversprechen könnten irreführend sein, wie ein Bericht der Europäischen Kommission aus dem Jahr 2023 belegt. Um dem entgegenzuwirken, sorgt die technologische Revolution für radikale Transparenz bei Konsumgütern. So ermöglicht beispielsweise Nestlés Blockchain-Kaffee den Kunden, jede einzelne Bohne von den Farmen in Costa Rica bis in ihre Tasse per QR-Code zurückzuverfolgen – ein Schritt, der Teil der 2,2 Milliarden US-Dollar schweren Nachhaltigkeitsinitiative des Unternehmens ist. Auch H&Ms KI-gestützter Recycling-Sortierer verarbeitet stündlich 3,5 Tonnen Textilien mit einer Genauigkeit von 96,5 % und unterstützt damit das Ziel, 33 % Recyclingmaterialien einzusetzen.

Der eigentliche Durchbruch liegt bei Plattformen wie Provenance, deren Blockchain in Echtzeit CO₂-Fußabdrücke erfasst. Marken wie The Body Shop nutzen diese Plattform, um ihre veganen Produktversprechen zu bestätigen. Die Auswirkungen sind enorm: Produkte mit verifizierten Nachhaltigkeitsdaten verzeichnen laut dem IBM Consumer Study Report 2023 einen Umsatzanstieg von 28,5 %. Laut dem FirstInsight-Bericht 2024 sind zudem fast 67,5 % der Generation Z bereit, vor Kaufentscheidungen Produktversprechen zu recherchieren.

Darüber hinaus haben auch Regierungen ihr Interesse an diesem Thema bekundet: Der EU-Digitale Produktpass, der ab 2027 gilt, wird die Blockchain-basierte Rückverfolgung für Konsumgüter schrittweise vorschreiben. Patagonia-CEO Ryan Gellert warnte zudem: „ Ohne Beweise ist Nachhaltigkeit nur leeres Gerede. “ Die Botschaft ist für die Generation der bewussten Konsumenten eindeutig: Vertrauen ist die höchste Währung, und dieses lässt sich nur durch die Integration von Technologie schaffen.

Marken, die durch die Kreislaufwirtschaftsrevolution Müll in Wert verwandeln

Die Spontanwirtschaft gerät unter Druck: 93 % aller Textilien landen nach wie vor auf Mülldeponien, und Elektroschrott wächst 3,5-mal schneller als die Weltbevölkerung. Visionäre Marken stellen diesen Trend jedoch auf den Kopf und beweisen, dass Abfall für andere eine Einnahmequelle sein kann. So hat IKEA mit seinem Rückkaufprogramm seit 2020 bereits 3,3 Millionen Möbelstücke wiederverkauft und plant, bis Ende 2030 vollständig auf Kreislaufwirtschaft umzustellen. Levi’s SecondHand-Initiative erwägt, über 1,1 Millionen Jeansprodukte im Umlauf zu halten. Dies ist Teil ihrer Strategie zur Wassereinsparung, die den Wasserverbrauch in der Produktion um fast 97 % reduzieren kann.

Nicht zu vergessen ist die Loop-Plattform von TerraCycle mit ihrem Mehrwegverpackungssystem, die in den letzten Jahren 8,5 Millionen Einwegverpackungen eingespart hat. Die genannten Zahlen sprechen also für sich: Kreislaufwirtschaftliche Geschäftsmodelle können bis 2030 einen wirtschaftlichen Wert von 4,6 Billionen US-Dollar freisetzen, und 72,5 % der Verbraucher bevorzugen derzeit Marken mit Rücknahmeprogrammen. Innovative Unternehmen wie Adidas mit Futurecraft.Loop und The North Face Renewed beweisen, dass Kreislaufwirtschaft die Grundlage für erfolgreiche Geschäftspraktiken bildet. Da der Aktionsplan der EU für die Kreislaufwirtschaft strenge Abfallgesetze vorsieht, gehört die Zukunft den Marken, die alles als dauerhaft erneuerbar betrachten.

Marken, die die Klimakrise durch die CO2-negative Revolution in einen Wettbewerbsvorteil verwandeln

Der Kampf um Nachhaltigkeit hat eine neue Phase erreicht: Klimaneutralität reicht nicht mehr aus; CO₂-Negativität gilt heute als neuer Goldstandard. So reduzieren beispielsweise die innovativen Plant Pacer-Sneaker von Allbirds nicht nur Emissionen, sondern bestehen aus methanbindendem Schaumstoff, der fast 2,5 kg Kohlendioxid pro Paar bindet. Dies ist Teil der Unternehmensmission, bis Ende 2030 vollständig klimaneutral zu werden. Auch Microsoft, obwohl keine klassische Marke, hat mit dem 1,4 Milliarden US-Dollar schweren Climate Innovation Fund neue Maßstäbe gesetzt. Dank dieser Initiative konnte das Unternehmen bereits 1,6 Millionen Tonnen Kohlendioxid direkt durch Luftabscheidungstechnologie binden. Ebenso hat Guayaki mit seinen regenerativen Yerba-Mate-Projekten über 220.000 Hektar Regenwald in Südamerika wiederhergestellt und gleichzeitig existenzsichernde Arbeitsplätze geschaffen.

Der Konsumgütermarkt reagiert mit einem explosionsartigen Anstieg: CO₂-negative Produkte erzielen Preisaufschläge von 38,6 % und die Investitionen in CO₂-Entfernungstechnologien haben sich seit 2020 auf 6,7 Milliarden US-Dollar vervierfacht. Da der EU-Zertifizierungsrahmen für CO₂-Entfernung voraussichtlich Ende 2025 eingeführt wird und schätzungsweise 75 % der Fortune-500-Unternehmen bereits Klimaneutralität anstreben, wird die Situation zunehmend angespannt. Patagonia-Gründer Yvon Chouinard prognostiziert dazu: „In fünf Jahren wird CO₂-Negativität das sein, was Bio-Zertifizierung 2010 war – die absolute Mindestvoraussetzung für Glaubwürdigkeit. “ Erfolgreiche Marken von morgen reduzieren daher ihren ökologischen Schaden und leisten einen aktiven Beitrag zum Schutz unseres Planeten!

Wie Gutes tun zu einem guten Geschäftsmodell wurde?

Es hält sich hartnäckig das Gerücht, Nachhaltigkeit beeinträchtige den Gewinn – ein Mythos, der längst widerlegt ist. Ethisches Wirtschaften boomt! So zeigt beispielsweise der globale Nachhaltigkeitsbericht 2024 von Nielsen, dass schätzungsweise 67,5 % der Kunden bereit sind, höhere Preise für nachhaltige Produkte zu zahlen. Bei den Millennials liegt diese Zahl sogar bei 75 %. Analysen von BlackRock belegen zudem, dass ESG-basierte Portfolios konventionelle Anlagen jährlich um rund 4,9 % übertreffen. Weltweit verwalten nachhaltige Fonds derzeit 42 Billionen US-Dollar.

Darüber hinaus hat Tesla durch die Berücksichtigung von Nachhaltigkeit Umweltbewusstsein in einen Umsatz von 97 Milliarden US-Dollar umgewandelt, während Oatly mit seinem Börsengang eine Bewertung von 1,6 Milliarden US-Dollar erreichte, indem das Unternehmen Hafer in Gold verwandelte. Auch Walmarts Projekt Gigaton hat bewiesen, dass Nachhaltigkeitsmaßnahmen fast 1,1 Milliarden Tonnen Emissionen entlang der Lieferkette eliminiert und gleichzeitig die Gewinnmargen um 3,3 % gesteigert haben. Dies lässt sich mit einem Zitat von Unilever-CEO Alan Jope belegen: „Nachhaltige Marken wachsen 50 % schneller als unsere anderen Geschäftsbereiche.“ Abschließend lässt sich festhalten: Da 83,5 % der Verbraucher Unternehmen, die sich stark für Nachhaltigkeit engagieren, blind vertrauen und diese bevorzugen, gehört die Zukunft eindeutig den Marken, die diesen Weg weitergehen.

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Vishnu Nair

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