Makrotrends in der Pharmabranche entdecken
Die pharmazeutische Industrie hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte erlebt. Ihre Wurzeln reichen bis ins Mittelalter zurück, als traditionelle Heilmittel eingesetzt wurden. Mit dem wissenschaftlichen Fortschritt und der Industrialisierung stieg die Produktion von Arzneimitteln stetig an.
Darüber hinaus reduziert die zunehmende Verbreitung moderner Technologien den menschlichen Eingriff in die Fertigungsprozesse. Intelligentere Maschinen werden entwickelt, und Datenspeicherung, Trendanalyse und Datenerfassung sind deutlich effizienter geworden. Im Folgenden werden wir verschiedene Makrotrends in der pharmazeutischen Industrie näher betrachten:
Die Makrotrends lassen sich in zwei Bereiche unterteilen: verbraucherbezogene und branchenbezogene Trends. Diese Trends prägen die Zukunft des Pharmasektors.
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Branchenbezogene Makrotrends |
Verbraucherbezogene Makrotrends |
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Zunehmende Nutzung von Technologie |
Konsolidierung/Fusionen/Übernahmen |
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Verbraucherisierung |
Erstattung/Margen |
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Alternde Bevölkerung |
Bevorzugte Netzwerke |
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Exponentiell wachsende Bevölkerung |
Spezialmedikamente |
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Steigende Erwartungen |
Arbeitsmarkt |
Werfen wir einen genaueren Blick auf diese Makrotrends:
- Steigende Erwartungen
Die Kundenerwartungen sind nicht mehr so einfach und direkt. In Bezug auf Kosten, Service und Pünktlichkeit erwarten Kunden ein herausragendes Erlebnis. Schätzungen zufolge geben 83,1 % der Kunden an, dass sie zur Marke zurückkehren würden, wenn sie zufrieden sind. Zu den Parametern, die Kunden von Unternehmen erwarten, gehören unter anderem:
- Individualisierung
Alle erwarten von Pharmaunternehmen ein optimiertes Kundenerlebnis für jeden einzelnen Nutzer. Personalisierung ist ein zunehmender Trend in der Pharmaindustrie. Das Marktvolumen wird auf rund 140 Milliarden US-Dollar geschätzt.
Darüber hinaus wird in der kommenden Zeit die Nutzung der Hyperinflation zur Hyperpersonalisierung zur Norm werden.
- Vertrauen
Die Verbraucher erwarten präzise, glaubwürdige und auf Fakten basierende Produkte.
- Zunehmende Nutzung von Technologie
Der Einsatz von künstlicher Intelligenz und Big-Data-Analysen ermöglicht die Erstellung zielgerichteter Verbraucherprofile. KI wird in jedem Schritt des Arzneimittelentwicklungsprozesses eingesetzt. Diese Kombination reduziert die mit den klinischen Studien verbundenen Gesundheitsrisiken.
Der Einsatz von Technologie zur Steigerung der Therapietreue, wie beispielsweise das Versenden von SMS und das Auffüllen der Erinnerungen, wird ebenfalls immer üblicher.
Big Data ist in der Pharmaindustrie nichts Neues und wird in vielen Bereichen eingesetzt. Ein prominentes Beispiel hierfür ist die Wirkstoffforschung.
Nanotechnologie wird beispielsweise in den Körper eingeführt werden, um Medikamente zu verabreichen, Überwachungsmaßnahmen durchzuführen oder Reparaturen vorzunehmen.
- Alternde Bevölkerung
Den Daten zufolge wird sich der Anteil der über 60-Jährigen an der Weltbevölkerung voraussichtlich von 12,1 % auf 22,1 % verdoppeln. Diese alternde Bevölkerung kann von der pharmazeutischen Industrie als Ressource genutzt werden.
- Konsumismus
Auch im Pharmabereich wollen die Verbraucher zunehmend in die Entscheidungsfindung im Gesundheitswesen einbezogen werden.
Die Pharmaindustrie bindet die Kunden ein und befähigt sie, Informationen bereitzustellen und den Patienten die richtige Wahlmöglichkeit und Kontrolle zu geben.
- Weit verbreitete chronische Krankheiten
Schätzungen zufolge leidet etwa jeder dritte Erwachsene an mehreren chronischen Erkrankungen. Beispielsweise haben rund 10,6 % der Erwachsenen zwischen 20 und 70 Jahren Diabetes. Darüber hinaus leiden schätzungsweise 1,281 Milliarden Erwachsene im Alter von 30 bis 79 Jahren an Bluthochdruck.
- Erstattung und Margen
Die Einführung von Arzneimittelerstattungen und Gewinnmargen bleibt weiterhin ein Trend in der pharmazeutischen Industrie.
Wenn ein Pharmaunternehmen beispielsweise ein Produkt auf den Markt bringt, werden Erstattungen genutzt, um dieses Produkt im Markt zu etablieren. Je mehr Produkte von den Kunden gekauft werden, desto höher fällt der Erstattungsbetrag aus.
Es wird Obergrenzen für die Selbstbeteiligung geben, und es wird für die Patienten einfacher werden, die teureren Therapien fortzusetzen.
- Konsolidierung im Pharmasektor
Die Konsolidierung in der Branche ist seit einem Jahrzehnt im Gange und hat sich im Laufe der Zeit beschleunigt. Einige der bekanntesten Übernahmen sind im Folgenden aufgeführt:
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Unternehmen |
Transaktionswert in Milliarden |
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Warner-Lambert |
87 |
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Aventis SA |
73 |
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Actavis |
65 |
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Apotheke |
64 |
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Wyeth |
64 |
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Genentech |
46 |
- Bevorzugtes Netzwerk
Der Markt für Spezialmedikamente boomt weiterhin, und die Ausgaben dafür stiegen in den letzten Jahren um 11,1 %. Für Apotheken bieten sich vielfältige Möglichkeiten, Spezialmedikamente in ihr Sortiment aufzunehmen.
- Nutzung des Arbeitsmarktes
Die Arbeitslosigkeit steigt weltweit und die Lage verschärft sich. Auf dem angespannten Arbeitsmarkt steht ein großes Potenzial an Arbeitskräften zur Verfügung, um Produktion und Industriekapazitäten zu steigern.
Abgesehen davon beziehen sich einige der neuen Trends im pharmazeutischen Bereich auf pharmazeutische Verpackungen. Die drei Trends bei Verpackungen werden im Folgenden beschrieben:
- Intelligente Verpackung
- Ein stärkerer Fokus auf Nachhaltigkeit
- Erhöhte Personalisierung der Verpackung
- Mehr Betonung der Sicherheitsmaßnahmen
Kurzgesagt,
Wir gehen davon aus, dass Makrotrends im globalen Kontext sowohl weitreichend als auch beständig sind. Zu diesen Makrotrends zählen unter anderem Automatisierung, Urbanisierung, der rasche demografische Wandel, der Klimawandel und Nachhaltigkeit.
All diese Trends werden die Pharmaindustrie in der kommenden Zeit prägen. Darüber hinaus wird erwartet, dass die Branche bis zum Jahr 2030 einen Umsatz von 1599 Milliarden US-Dollar erreichen wird.
Abgesehen davon bietet die COVID-19-Pandemie der Pharmaindustrie Rückenwind. Sie birgt zahlreiche Chancen für Investoren.
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