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Cloud-Migration: Der strategische Wandel hin zu einer skalierbaren, sicheren und zukunftsfähigen Infrastruktur

Von veralteten Systemen bis hin zu modernen Plattformen: Die Cloud-Migration optimiert Abläufe und ermöglicht Innovationen in allen Branchen.

Veröffentlichungsdatum : 09 October 2025

Verfasst von : Akshay Pardeshi

In einer strategisch digitalisierten Welt hat sich die Cloud-Migration von einem Technologietrend zu einer Notwendigkeit entwickelt. Da Unternehmen nach Agilität, Skalierbarkeit und Ausfallsicherheit streben, ist die Migration von Workloads in die Cloud nicht mehr optional, sondern unerlässlich. Die Cloud garantiert optimierte Abläufe, reduzierten IT-Aufwand und die Möglichkeit, Innovationen im großen Stil voranzutreiben. Doch was genau ist Cloud-Migration? Warum wechseln Unternehmen weltweit von Legacy-Systemen in die Cloud, und woraus besteht dieser Prozess?

Was ist Cloud-Migration?

Cloud-Migration bezeichnet den Prozess der Übertragung digitaler Assets wie Daten, Anwendungen, IT-Prozesse und Services von der eigenen Infrastruktur oder anderen Clouds in eine Cloud-Computing-Umgebung. Dieser Prozess kann je nach Unternehmensbedarf verschiedene Ansätze umfassen. In einigen Fällen verlagern Unternehmen ihre bestehenden Anwendungen unverändert in die Cloud; dies wird häufig als Lift-and-Shift-Ansatz bezeichnet.

Trends bei der Cloud-Migration

Das folgende Liniendiagramm veranschaulicht die Entwicklung der Cloud-Einführung von 2018 bis 2025 in drei wichtigen Branchen, nämlich Finanzen, Gesundheitswesen und Einzelhandel, sowie den allgemeinen Wandel bei den Cloud-Bereitstellungsmodellen.

Warum Unternehmen in die Cloud wechseln

  1. Kosteneffizienz: Cloud Computing reduziert die Investitionsausgaben für Server, Rechenzentren und Hardwarewartung. Laut einem Bericht von Research Nester aus dem Jahr 2024 verzeichneten Unternehmen, die in die Cloud migrierten, eine durchschnittliche Kostenreduktion von 32 % in ihren IT-Einrichtungen.
  2. Skalierbarkeit und Flexibilität: Cloud-Umgebungen ermöglichen die bedarfsgerechte Zuweisung von Ressourcen. Ob vertikale Skalierung (d. h. Hinzufügen von Ressourcen zu einem Server) oder horizontale Skalierung (Hinzufügen weiterer Server) – Unternehmen können ihren Rechenbedarf in Echtzeit decken.
  3. Sicherheit und Compliance: Entgegen mancher Annahmen bieten Cloud-Plattformen oft ein höheres Maß an Sicherheit als On-Premise-Lösungen. Große Cloud-Anbieter wie AWS, Microsoft Azure und Google Cloud investieren Milliarden in Cybersicherheit. Laut einem Microsoft-Bericht aus dem Jahr 2023 berichteten 93 % der Unternehmen nach der Migration von einer verbesserten Sicherheitslage.
  4. Geschäftskontinuität und Notfallwiederherstellung: Cloudbasierte Backups und globale Redundanzoptionen gewährleisten eine schnelle Wiederherstellung nach Ausfällen. Laut dem 2023 veröffentlichten IBM-Bericht „Cost of a Data Breach“ wiesen Unternehmen mit einer etablierten Cloud-Infrastruktur 40 % schnellere Wiederherstellungszeiten auf als Unternehmen mit veralteten Systemen.
  5. Remote-Arbeit und Partnerschaften: Cloud-Anwendungen fördern Partnerschaften in Echtzeit, die sich während der COVID-19-Pandemie als einziges Unterstützungssystem erwiesen. Laut dem Flexera-Bericht „State of the Cloud 2024“ haben 81 % der Unternehmen ihre Cloud-Nutzung deutlich gesteigert, um Remote-Arbeitsumgebungen zu unterstützen.

Cloud-Migrationsstatistik: Eine globale Perspektive

Die folgenden Statistiken ermöglichen ein besseres Verständnis des Ausmaßes der Cloud-Einführung:

  • Der globale Markt für Cloud Computing wurde im Jahr 2023 auf 626,4 Milliarden US-Dollar geschätzt und wird bis 2030 voraussichtlich 1,56 Billionen US-Dollar erreichen, was einem jährlichen Wachstum von 13,4 % entspricht.
  • 94 % der Unternehmen nutzen Cloud-Dienste in irgendeiner Form.
  • Amazon Web Services (AWS) dominiert den Markt mit einem Anteil von 31 %, gefolgt von Microsoft Azure mit 25 % und Google Cloud mit 10 %.
  • Mehr als 60 % der Unternehmen nannten verbesserte Datensicherheit und Einhaltung gesetzlicher Vorschriften als Hauptvorteile der Cloud-Einführung.

Schritte eines Cloud-Migrationsansatzes

1. Bewertung und Planung: Vor der Migration müssen Unternehmen ihre aktuelle Infrastruktur, Abhängigkeiten und Kosten analysieren. Tools wie AWS Migration Evaluator oder Azure Migrate helfen dabei, die Gesamtbetriebskosten (TCO) und den Return on Investment (ROI) zu prognostizieren.

2. Auswahl des richtigen Cloud-Modells: Es gibt drei primäre Cloud-Bereitstellungsmodelle, die im Folgenden aufgeführt sind:

  • Öffentliche Cloud : Gemeinsam genutzte Umgebung (z. B. AWS, Azure, Google Cloud)
  • Private Cloud : Dedizierte Umgebung, die vor Ort oder extern gehostet wird
  • Hybrid Cloud : Eine Kombination aus beidem für mehr Kontrolle und Flexibilität

3. Auswahl eines Migrationsansatzes: Wählen Sie je nach Komplexität der Anwendung und Ihren langfristigen Zielen zwischen Rehosting, Replatforming, Refactoring oder Repurchase.

4. Datenmigration und -integration: Dies umfasst die Übertragung von Datenbanken, Dateien und Konfigurationen. Tools wie AWS Snowball, Azure Data Box und Google Transfer Appliance ermöglichen sichere physische Datenübertragungen für große Datenmengen.

5. Testen und Optimieren: Nach der Migration stellen präzise Tests sicher, dass Leistung, Latenz und Sicherheit den Anforderungen entsprechen. Die Optimierung umfasst Autoscaling, Kostenüberwachung mittels FinOps und die Verbesserung cloudnativer Funktionen.

Branchenfallstudien:

  • Philips Healthcare: Philips hat seine HealthSuite-Plattform auf AWS umgestellt, um die operative Agilität und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften zu verbessern. Dadurch konnte das Unternehmen die Markteinführungszeit um 30 % verkürzen und die Sicherheit der Patientendaten erhöhen.
  • Capital One: Capital One gehörte zu den ersten US-Banken, die vollständig auf Cloud-Lösungen umstellten und acht Rechenzentren stilllegten. Dies führte zu einer verbesserten Betrugserkennung durch KI/ML-Funktionen und jährlichen IT-Einsparungen von 40 Millionen US-Dollar.
  • Netflix: Netflix arbeitet vollständig mit AWS und nutzt Cloud-native Dienste für die Bereitstellung, Optimierung und Analyse von Inhalten. Dadurch konnte das Unternehmen global expandieren und streamt in über 190 Länder.

Die Zukunft der Cloud-Migration: Trends, die man im Auge behalten sollte

  • Multi-Cloud-Strategie: Immer mehr Unternehmen lösen sich von der Abhängigkeit von einzelnen Anbietern und setzen stattdessen auf einen Multi-Cloud-Ansatz. Laut einer HashiCorp-Umfrage aus dem Jahr 2024 nutzen 76 % der Unternehmen mehr als einen Cloud-Anbieter, um ihre Ausfallsicherheit und Flexibilität zu verbessern.
  • Integration von KI und ML: Cloud-native KI-Tools wie AWS SageMaker, Azure AI und Vertex AI helfen Unternehmen dabei, Intelligenz in Anwendungen zu integrieren und so die Entscheidungsfindung und Automatisierung zu verbessern.
  • Branchenspezifische Cloud-Lösungen: Vertikale Clouds (z. B. Google Cloud für den Einzelhandel, Azure für das Gesundheitswesen) bieten vorgefertigte Lösungen, die auf die jeweiligen Branchenanforderungen und betrieblichen Bedürfnisse zugeschnitten sind.
  • Edge Computing und IoT: Mit der zunehmenden Verbreitung von IoT-Geräten gewinnt Edge Computing, also die Datenverarbeitung näher an ihrem Ursprung, immer mehr an Bedeutung. IDC prognostiziert, dass bis 2026 über 50 % der neuen IT-Infrastrukturen in Unternehmen am Netzwerkrand (Edge) eingeführt und eng mit Cloud-Plattformen integriert werden.

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Vishnu Nair

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