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Die nächste Generation des Gesundheitswesens: Wie Fernüberwachung von Patienten und Telemedizin das Gesundheitswesen revolutionieren

Erfahren Sie, wie Telemedizin und Fernüberwachung von Patienten die Gesundheitsversorgung der nächsten Generation durch KI, virtuelle Stationen und häusliche Pflegemodelle prägen.

Veröffentlichungsdatum : 23 December 2025

Verfasst von : Ipseeta Dash

Die nächste Generation des Gesundheitswesens wird eine Welt bieten, in der Ärzte Vitalfunktionen wie Blutdruck oder Blutzuckerspiegel überwachen können, ohne die Praxis betreten zu müssen. Diese Technologie ist jedoch längst keine Zukunftsmusik mehr, sondern allgegenwärtig und revolutioniert das Gesundheitswesen. Telemedizin und Fernüberwachung von Patienten sind zu unverzichtbaren Hilfsmitteln geworden, um die Versorgung, insbesondere von Patienten mit chronischen Erkrankungen, grundlegend zu verändern. Das US-amerikanische Gesundheitsministerium (Department of Health and Human Services) gab an, dass die Nutzung von Telemedizin während der COVID-19-Pandemie um 6310 % zugenommen hat. Mehr als 29,1 Millionen Leistungsberechtigte nutzten telemedizinische Leistungen. Jüngste Daten der Centers for Medicare & Medicaid Services (CMS) zeigen, dass Fernüberwachung von Patienten mit einer Reduzierung der Wiedereinweisungsrate ins Krankenhaus um 25,4 % einhergeht.

Eines der bekanntesten Modelle für telemedizinische Behandlungen ist das Programm „Digitale Virtuelle Stationen“ des Nationalen Gesundheitsdienstes (NHS), das sich als Goldstandard in der Fernbehandlung von Patienten etabliert hat. Die Initiative „Virtuelle Stationen“ ermöglicht es Patienten, von zu Hause aus eine Versorgung auf Krankenhausniveau zu erhalten. Dies geschieht mithilfe von Telemedizin-Technologien, insbesondere bei chronischen Erkrankungen, Atemwegserkrankungen usw. Die Patienten werden mit Überwachungsgeräten wie Temperatursensoren und Pulsoximetern ausgestattet. Basierend auf den von den Ärzten in Echtzeit erhobenen Daten finden regelmäßige Videosprechstunden und Chat-Beratungen statt. Das klinische Dashboard und die KI alarmieren das medizinische Personal kontinuierlich bei jeder Verschlechterung des Patientenzustands. Die erzielten Ergebnisse werden im Folgenden dargestellt:

  • Senkung der Krankenhauseinweisungen um 18-24%.
  • Durch die Ermöglichung einer frühen Entlassung wurden wichtige Krankenhauskapazitäten freigesetzt.
  • Starker Anstieg der Patientenzufriedenheit: 91 % der Patienten bevorzugen die virtuelle Betreuung zu Hause.
  • Bis Ende 2024 wurden über 240.100 Patienten auf virtuellen Stationen betreut.

Das Modell hat sich zu einem globalen Maßstab entwickelt, da es staatlich finanziert wird und einen gleichberechtigten Zugang gewährleistet. Es sichert eine einwandfreie, nahtlose Kommunikation, die in die digitalen Gesundheitsakten des NHS integriert ist und von einem multidisziplinären Team aus Ärzten und medizinischen Fachkräften unterstützt wird. Es wird auch von der Weltgesundheitsorganisation als Modell für skalierbare Telemedizin anerkannt und dient sogar in Kanada und Australien als Referenzmodell. Dies verdeutlicht, dass Fernüberwachung und Telemedizin sich als Lösungen für die Gesundheitskrise, wie Pandemien, die wachsende Zahl älterer Menschen und den Fachkräftemangel, etablieren. Lassen Sie uns die Bedeutung von Fernüberwachung und Telemedizin in der heutigen Welt verstehen.

Warum RPM und Telemedizin wichtiger denn je sind?

In einer Welt, die sich von der Pandemie erholt und mit der zunehmenden Belastung durch chronische Krankheiten zu kämpfen hat, sind diese Technologien zu einer tragenden Säule der heutigen Gesundheitsinfrastruktur geworden. Im Folgenden finden Sie eine detaillierte Übersicht darüber, wie Fernüberwachung und Telemedizin zur Bewältigung globaler Gesundheitsprobleme beitragen:

  • Bekämpfung der Belastung durch chronische Krankheiten durch Einbeziehung von Echtzeitüberwachung

Laut den Centers for Disease Control and Prevention (CDC) leiden in den USA 61 % der Erwachsenen an chronischen Erkrankungen wie Herzkrankheiten und Bluthochdruck. Im Jahr 2023 verursachten diese Krankheiten 91 % der gesamten jährlichen Gesundheitsausgaben des Landes, also 4,2 Billionen US-Dollar. Fernüberwachungssysteme für Patienten erweisen sich als wirksam für die kontinuierliche Überwachung, wodurch Notfallaufnahmen reduziert und frühzeitige Interventionen ermöglicht werden. Daten der Centers for Medicare & Medicaid Services (CMS) zeigen, dass das Fernüberwachungsprogramm dazu beigetragen hat, die Krankenhauseinweisungen chronisch kranker Patienten um 38,2 % zu senken.

  • Steigerung der Krankenhauseffizienz und Reduzierung der Überlastung

Weltweit kämpfen Krankenhäuser mit Personalmangel. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) prognostiziert bis 2030 einen Mangel von 10,2 Millionen medizinischen Fachkräften. Auch die Intensivbetten sind begrenzt, und die Überbelegung kann die Behandlungsqualität beeinträchtigen. Virtuelle Intensivstationen und Programme wie die häusliche Krankenhausbehandlung können die Nachfrage nach stationären Betten reduzieren. Laut dem US-Gesundheitsministerium (Department of Health and Human Services) konnten dank dieser Technologien bereits 41 % der Medicare-Behandlungen virtuell durchgeführt werden.

  • Erweiterter Zugang in ländlichen und unterversorgten Gebieten

Laut der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde (Health Resources and Services Administration) leben über 57,1 Millionen Einwohner in ländlichen Gebieten mit eingeschränktem Zugang zu medizinischer Versorgung. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gab 2023 zudem an, dass in Indien nur ein Arzt auf 1512 Einwohner kommt. Lösungen auf Basis von Fernüberwachung und Telemedizin ermöglichen Fernkonsultationen und -überwachung ohne geografische Barrieren. Beispielsweise erstellt die indische Initiative „Ayushman Bharat Digital Mission“ digitale Gesundheitsausweise und verwaltet Online-Gesundheitsdaten für 1,31 Milliarden Bürger.

Nach diesem Vorbild nutzen private Unternehmen systematisch das rasante Wachstum des Marktes für Fernüberwachung und Telemedizin. Sie entwickeln hochmoderne Produkte und schließen strategische Partnerschaften, die neueste Technologien einbeziehen.

Gesundheitswesen der nächsten Generation: Unternehmen und Wirkungsstatistiken

Unternehmen

Wichtigste Kennzahlen

Wie das Unternehmen profitiert

Teladoc Health (USA)

1,1 Milliarden US-Dollar Umsatz mit chronischer Pflege (2024)

Bietet RPM + virtuelle Betreuung über Plattformen wie Livongo an

Philips Healthcare (Niederlande)

Wird in über 35 Ländern verwendet

Bietet umfassende RPM-Lösungen mit KI-Dashboards für die häusliche Pflege und die frühzeitige Entlassung aus dem Krankenhaus.

Practo (Indien)

Mehr als 25 Millionen Online-Beratungen pro Jahr und Nutzung in über 2.000 Städten

Erweiterung von E-Konsultationen auf die vollständige Fernüberwachung chronischer Krankheiten in unterversorgten Gebieten

Best Buy Health / Current Health (USA)

Mehr als 500.000 RPM-Kits im Einsatz

Bündelt Logistik, Wearables und KI für RPM zu Hause

Ping A Good Doctor (China)

Mehr als 400 Millionen aktive Nutzer und KI-Kioske wurden in ländlichen Gebieten eingesetzt.

Nutzt KI und Telemedizin für Ferndiagnosen und Fernverschreibungen.

Amwell (USA)

Partnerschaft mit über 55 Krankenversicherungen – Versichert über 80 Millionen Menschen

Erzielt Einnahmen über das B2B-SaaS-Modell und White-Label-Lösungen für die virtuelle Patientenversorgung für Kostenträger.

Zukunftstrends in der Telemedizin und der Fernüberwachung von Patienten (RPM):

1. KI-gestützte Diagnose- und Vorhersagefähigkeiten

Die Zukunft der Telemedizin ist eng mit künstlicher Intelligenz (KI) verbunden. Diese kann Patientendaten aus elektronischen Patientenakten und Wearables in Echtzeit analysieren, um frühzeitig Anzeichen einer Verschlimmerung chronischer Erkrankungen oder mangelnder Therapietreue zu erkennen. Das Forschungsinstitut Nester schätzt, dass der Einsatz von KI bis zu 41 % der administrativen Aufgaben im Gesundheitswesen automatisieren und insbesondere in der Diabetesversorgung eine frühzeitige Diagnose ermöglichen könnte. Aidoc und Tempus verbessern die diagnostische Genauigkeit um 25–30 %, indem sie KI zur Unterstützung von Ärzten bei der Auswertung radiologischer Aufnahmen einsetzen.

2. IoT- und 5G-fähige intelligente Krankenhäuser für zu Hause

Der Ausbau der IoT-Infrastruktur und der 5G-Netze ermöglicht Videosprechstunden in Echtzeit und hochauflösende Bildgebung. So verzeichneten beispielsweise die 5G-fähigen eSanjeevani-Plattformen in Indien zwischen 2022 und 2024 einen Anstieg der Sprechstunden um 210 %. Darüber hinaus wird die Anzahl vernetzter medizinischer Geräte bis Ende 2030 voraussichtlich 29,2 Milliarden erreichen, angetrieben durch die Nachfrage nach mobilen Überwachungsfahrzeugen und virtueller Pflegeunterstützung. Apollo HomeCare in Indien wurde im Rahmen der digitalen Transformationsstrategie des Konzerns mit dem Einsatz von IoT-fähigen medizinischen Geräten eingeführt.

3. Innovationen in der psychischen Gesundheitsversorgung

Die psychische Gesundheit ist ein wichtiger Bereich, in dem Telemedizin innovativ ist. Verschiedene Plattformen wie Talkspace und BetterHelp bieten rund um die Uhr Zugang zu approbierten Therapeuten. In Indien ermöglicht das staatlich finanzierte Projekt Tele-MANAS den flächendeckenden Zugang zu hochwertiger psychischer Gesundheitsversorgung. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) berichtete nach der Pandemie von einem Anstieg der weltweiten Fälle von Angstzuständen und Depressionen um 26 %. Zudem konnte durch die Kombination von Teleberatung und Therapietreue eine Verbesserung der Patientenadhärenz um 61 % erzielt werden.

Unternehmen erzielen erhebliche Umsätze durch den Einsatz einer Vielzahl von Monetarisierungsmodellen und Dienstleistungsangeboten. Zu den Modellen, die Unternehmen in diesem Bereich zur Monetarisierung nutzen, gehören unter anderem:

  • SaaS- und abonnementbasierte Modelle
  • Erstattung durch die Regierung erhalten
  • Geräteleasing und Hardwareverkauf
  • B2B-Unternehmensverträge
  • KI-Monetarisierung und Datenanalyse

Kurzgesagt,

Da sich die Welt an einem Wendepunkt im Gesundheitswesen befindet, bilden Fernüberwachung (RPM) und Telemedizin die Grundlage für die nächste Generation der Gesundheitsversorgung. Sie ermöglichen eine proaktivere, patientenzentrierte und individualisierte Versorgung. Unterstützt durch staatliche Förderprogramme und Kostenerstattungen der Kostenträger, wird so ein Wandel von reaktiver zu präventiver Medizin ermöglicht. Durch die Kombination von 5G, KI und IoT verlagern Gesundheitsdienstleister ihren Fokus von krankenhauszentrierten zu häuslichen Versorgungsmodellen. Investitionen in Fernüberwachung und Telemedizin sind für Unternehmen, die neue Einnahmequellen erschließen und sich an globale Gesundheitstrends und -richtlinien anpassen wollen, unerlässlich geworden.

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Vishnu Nair

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