Veröffentlichungsdatum : 26 September 2025
Verfasst von : Shweta Singh
Der Bergbau ist ein Eckpfeiler der Weltwirtschaft und liefert die Rohstoffe, die für Infrastruktur, Technologie, Produktion und saubere Energie unerlässlich sind. Von Metallen wie Kupfer und Gold bis hin zu Industriemineralien wie Kalkstein und Kohle – der Bergbau unterstützt Branchen vom Bauwesen bis zur Technologie. Vom Eisen im Bauwesen bis zum Lithium in Batterien für Elektrofahrzeuge – der Bergbau ist in nahezu allen Bereichen der modernen Welt unverzichtbar. Obwohl seine wirtschaftlichen Beiträge unbestreitbar sind, steht die Branche zunehmend unter Beobachtung hinsichtlich ihrer Umweltauswirkungen und ethischen Herausforderungen. Dieser Artikel beleuchtet die zentrale Rolle des Bergbaus und analysiert seinen wirtschaftlichen Beitrag, seine ökologischen und sozialen Auswirkungen, die jüngsten technologischen Fortschritte und die zukünftigen Perspektiven.
Die globalen wirtschaftlichen Auswirkungen des Bergbaus
Der Bergbau spielt weiterhin eine wichtige Rolle für das globale Wirtschaftswachstum. Laut dem International Council on Mining and Metals (ICMM) trägt der Sektor zwischen 6 % und 7 % zum weltweiten BIP bei, sowohl durch seine direkten Aktivitäten als auch durch die Bereitstellung notwendiger Rohstoffe. Der globale Bergbaumarkt hatte 2024 einen Wert von rund 2,1 Billionen US-Dollar. Prognosen zufolge wird er bis 2035 auf 2,7 Billionen US-Dollar anwachsen, angetrieben durch die steigende Nachfrage nach kritischen Mineralien für saubere Energie und digitale Technologien. Die Einnahmen aus dem Bergbau sind eng mit den Rohstoffzyklen verknüpft; Preise und Fördermengen schwanken je nach geopolitischer Stabilität, technologischer Nachfrage und Umweltauflagen.

Wichtige Segmente der Bergbauindustrie
Der Bergbau ist keine monolithische Branche; er ist in verschiedene Segmente unterteilt, je nachdem, welches Material gewonnen wird.
1. Metallische Mineralien: Dieses Segment umfasst sowohl Edelmetalle wie Gold, Silber und Platin als auch unedle Metalle wie Eisen, Kupfer, Aluminium und Zink.
- Kupfer : Die weltweite Kupferproduktion stieg im Jahr 2023 auf 22 Millionen Tonnen (USGS, 2024), angetrieben durch den Trend zu Elektrofahrzeugen und erneuerbaren Energienetzen.
- Gold: Im Jahr 2023 wurden rund 3.100 Tonnen gefördert. Der World Gold Council prognostiziert für 2024, dass China, Australien und Russland in den kommenden Jahren die größten Goldproduzenten sein werden.
- Eisenerz : Laut OEC-Bericht 2023 beliefen sich die weltweiten Eisenerzexporte im Jahr 2022 auf 128 Milliarden US-Dollar, was auf die Nachfrage aus der Bau- und Fertigungsindustrie in China zurückzuführen ist.
2. Nichtmetallische Mineralien: Hierzu zählen industrielle Rohstoffe wie Gips, Kalkstein und Ton, die im Bauwesen, in Düngemitteln und in der Fertigung eingesetzt werden. Der Kalksteinmarkt hatte 2023 einen Wert von 78 Milliarden US-Dollar, vor allem getrieben durch den globalen Bauboom.
3. Energierohstoffe: Dazu gehören Kohle, Uran und andere Brennstoffrohstoffe. Obwohl erneuerbare Energien zunehmen, spielt Kohle weiterhin eine entscheidende Rolle für die Energiesicherheit. Die Kohleproduktion belief sich 2023 auf rund 8,7 Milliarden Tonnen, wobei China und Indien laut IEA-Prognose 2024 die Hauptverbraucher sind.
4. Seltene Erden (SEE) und Edelsteine: SEE wie Neodym und Dysprosium werden für Magnete in Windkraftanlagen und Elektrofahrzeugmotoren benötigt. Die weltweite SEE-Produktion stieg 2023 auf 300.000 Tonnen, wobei China laut USGS 2024 70 % des Angebots kontrollieren wird.
Beschäftigung und Sozialbeiträge
Der Bergbau sichert weltweit Millionen von Arbeitsplätzen. Die Weltbank schätzt, dass über 40 Millionen Menschen direkt im Bergbausektor arbeiten, weitere 100 Millionen in Zulieferbranchen wie Transport, Raffinerie und Anlagenbau. In Schwellenländern kann der Bergbau eine wichtige Quelle für Beschäftigung und lokale Investitionen sein. Zum Beispiel:
- In Peru trägt die Kupfermine Las Bambas jährlich 1 Milliarde Dollar zur lokalen Wirtschaft bei und bietet über 8.000 direkte Arbeitsplätze (MMG, 2023).
- In Indonesien hat der Nickelabbau die lokale Infrastruktur gestärkt und in der Region Sulawesi zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen.
Allerdings stellen soziale Probleme wie Vertreibung, Verletzungen von Arbeitsrechten und Konflikte mit indigenen Gemeinschaften weiterhin eine Herausforderung für die gesellschaftliche Akzeptanz der Branche dar.
Umweltauswirkungen des Bergbaus
Trotz seiner wirtschaftlichen Bedeutung birgt der Bergbau erhebliche Umweltrisiken. Diese reichen von Treibhausgasemissionen über Entwaldung und Wasserverschmutzung bis hin zum Verlust der Artenvielfalt.
Wichtige Umweltstatistiken:
- Der Bergbausektor ist für 4-7 % der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich, hauptsächlich aufgrund des Einsatzes fossiler Brennstoffe in Maschinen und Schmelzprozessen (ICMM, 2023).
- Im Weltbankbericht 2023 heißt es, dass der Wasserverbrauch im Bergbau jährlich 7 bis 9 Milliarden Kubikmeter beträgt, was dem Wasserbedarf von einer Milliarde Menschen entspricht.
- Saure Grubenwässer (AMD), die in der Regel aus stillgelegten Bergwerken stammen, können Wasserquellen über Jahrzehnte verunreinigen und dadurch Gemeinschaften und Ökosysteme beeinträchtigen.
Nachhaltige Initiativen:
- Unternehmen wie BHP und Rio Tinto investieren massiv in erneuerbare Energien. Laut dem ICMM-Bericht 2024 nutzten im Jahr 2023 bereits 15 % der weltweiten Bergbaubetriebe erneuerbare Energien, gegenüber 8 % im Jahr 2018.
- Elektrische Bergbaugeräte, wie beispielsweise die elektrischen Muldenkipper von Caterpillar, werden eingesetzt, um den Dieselverbrauch um etwa 30 % zu senken.
- Rund 40 % der Großbergwerke nutzen mittlerweile geschlossene Wasserkreisläufe, wodurch die Frischwasserentnahme seit 2015 um 25 % reduziert wurde.
Technologische Fortschritte im modernen Bergbau
Digitalisierung und Automatisierung verändern den Bergbau grundlegend. Technologie steigert nicht nur die betriebliche Effizienz, sondern verbessert auch Sicherheit und Umweltschutz. Zu den wichtigsten Innovationen zählen:
- Automatisierung und Robotik : Autonome Lkw und Bohrer, die in etwa 20 % der Großbergwerke eingesetzt werden, haben die Produktivität um 15–20 % gesteigert und gleichzeitig die Zahl der Arbeitsunfälle verringert.
- Künstliche Intelligenz: Vorausschauende Wartung mit KI-Unterstützung reduziert die Ausfallwahrscheinlichkeit von Anlagen um 32 % und hilft so, Millionen an Wartungskosten einzusparen.
- Drohnen und GIS-Kartierung: Drohnen sind mittlerweile in über 50 % der modernen Bergwerke Standard und verbessern geologische Untersuchungen, überwachen Umweltveränderungen und Geräte.
- Blockchain: Die Blockchain-Technologie wird zur Rückverfolgung von Mineralien wie Kobalt und Lithium eingesetzt und gewährleistet so eine ethische Beschaffung. Im Jahr 2023 nutzten bereits 10 % der Kobaltminen Blockchain-Systeme zur Nachverfolgbarkeit ihrer Lieferkette.
Die Zukunft des Bergbaus: Trends, die man im Auge behalten sollte
Der Bergbausektor befindet sich in einem grundlegenden Wandel. Mehrere Trends werden die Bergbauindustrie prägen:
- Steigende Nachfrage nach kritischen Mineralien: Angetrieben durch die wachsende Nachfrage nach Batterien und Technologien für saubere Energie wird erwartet, dass die Nachfrage nach Mineralien wie Lithium, Kobalt und Nickel bis 2030 um 400 % steigen wird, wie die IEA 2024 berichtet.
- Recycling und Kreislaufwirtschaft: Der Einsatz von recycelten Metallen nimmt stetig zu, da die Industrie bestrebt ist, den Druck auf Primärressourcen zu verringern. Im Jahr 2023 stammten weltweit etwa 35 % des Kupferangebots aus Recyclingquellen, was dazu beitrug, die Abhängigkeit von neu abgebauten Rohstoffen zu reduzieren (ICMM, 2024).
- Tiefsee- und Weltraumbergbau: Innovationen in der Exploration reichen mittlerweile über die Erde hinaus. Im Pazifik gibt es bereits zehn Tiefseebergbauprojekte, die sich auf polymetallische Knollen konzentrieren, und weltraumorientierte Unternehmen wie AstroForge streben an, bis 2030 mit dem Asteroidenabbau zu beginnen (ISA, 2024).
- Technologische Verbesserungen im Bergbau: Die Kombination aus IoT, Big Data und KI soll der Bergbauindustrie bis 2030 durch betriebliche Effizienzsteigerungen und prädiktive Analysetechniken jährlich über 100 Milliarden Dollar einsparen.
Abschluss
Die Bergbauindustrie ist nach wie vor ein unverzichtbarer Bestandteil der Weltwirtschaft und liefert Rohstoffe, die industrielles Wachstum, Innovation und nachhaltige Entwicklung fördern. Ihre wirtschaftlichen und beschäftigungspolitischen Beiträge sind zwar beachtlich, doch steht die Branche angesichts ökologischer Herausforderungen, technologischer Umbrüche und geopolitischer Komplexität unter zunehmendem Druck, sich weiterzuentwickeln. Zukünftig müssen Bergbauunternehmen Rentabilität und Verantwortung in Einklang bringen, indem sie umweltfreundlichere Technologien wählen, sich mit lokalen Gemeinschaften austauschen und sich zu ethischen Geschäftspraktiken entlang der gesamten Lieferkette verpflichten. Da die Nachfrage nach kritischen Mineralien, insbesondere zur Unterstützung sauberer Energie und der digitalen Transformation, steigt, wird der Bergbau die Zukunft der Weltwirtschaft weiterhin prägen.
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